Männer IV – Derbyzeit in Baunatal

Bereits im zweiten Saisonspiel kam es zu einem der wichtigsten Partien der Saison mit der alles entscheidenden Frage, welche Handballmannschaft der „König von Baunatal“ wird.

Da sowohl die HSG Baunatal, als auch die Eintracht Baunatal diesen inoffiziellen Titel für sich beanspruchen möchte, versprach das Spiel im Vorfeld schon ein sehr heißes Tänzchen zu werden, welches hart umkämpft sein würde, wie sich auch später herausstellte.

Die Sterne standen allerdings für die „Thekentruppe“ der GSV Eintracht Baunatal nicht gut.

Man reiste mit nur drei Rückraumspielern im Gepäck nach Hertingshausen in die Hütt Arena, wovon auch noch zwei von drei Spielern verletzungsbedingt angeschlagen waren. Dort wartete bereits die stark verjüngte Gastmannschaft der HSG Baunatal 3., doch in aller letzter Sekunde konnte Trainer Robin Führer den A-Jugendlichen Spieler Tjark Hoffmann akquirieren, der nicht nur mit einer herausragenden Leistung glänzte, sondern auch seine Premiere im Männerbereich gab und das ausgerechnet auch noch im Derby. An dieser Stelle ein recht herzlicher Dank der Mannschaft an Tjark für seine absolute Spontanität.

In den ersten Spielminuten schenkten sich beide Mannschaften rein gar nichts. Die auf beiden Seiten solide stehende Abwehrreihen verhinderten ein Torfest, wie man es vielleicht aus der Vergangenheit bei der 4. Männer der Eintracht gewohnt war. Aus diesem Grund stand es auch erst nach 17. gespielten Minuten 6:1 für die Eintracht Baunatal, was sich vielleicht nach einem komfortablen Vorsprung anhört, was es, wie es sich noch herausstellen sollte, nicht war.

Leicht daher gegebene Bälle im Angriff durch diverse Unachtsamkeiten konnten allerdings auch nicht vom Gegner im Tor untergebracht werden, da Torhüter Constantin Paar wieder einmal sehr gut parierte und eins ums andere Mal dem Gegner die Bälle weg fischte.

So war es auch nicht verwunderlich, dass es „nur“ 11:6 für die Großenritter Fangeballspieler stand.

Die zweite Halbzeit startete genau so, wie die erste Hälfte der Partie geendet hat. Den zahlreich erschienenen Zuschauern bot sich ein sehr zerfahrenes Spiel. Tempogegenstoße konnten oft nicht genutzt werden, die oft vermeintlich einfachen Tore durch 7-Meter wurden gehalten. Einer der wenigen Lichtblicke war der oben bereits erwähnte Tjark Hoffmann, der durch ein starkes 1. Gegen 1. Spiel und Torwürfe aus der zweiten Reihe hervorstach und der Eintracht immer ein kleines Vorsprungs Polster schoss. Da war es auch nicht verwunderlich, dass die HSG Baunatal ihre Abwehr umstellte und eben diesen Tjark offensiv deckte. Ab der 43. Spielminute beim Stand von 19:15 für die Eintracht Baunatal kam eine unnötige Unruhe in das Spiel rein. So kam es dazu, dass die HSG Baunatal gleich mehrmals hintereinander durch ihre routinierten Spieler Tim Böcking und Matthias Kleinert, die das Spiel zunehmest an sich gerissen haben, den für sicher gehaltenen Abstand immer kleiner werden ließen. Aufgrund dessen fingen sich die auf der Platte stehenden Eintrachtler an untereinander an zu meckern, was zusätzlich kontraproduktiv wirkte. Mit diesem Aufwind und den heimischen Fans, die für eine ordentliche Derbystimmung sorgen, kam es soweit, dass es in der 50. Spielminute nur noch 22:21 für die Oldies der Eintracht Baunatal stand.

In dieser entscheidenden Phase, wo die HSG hätte ausgleichen können, schlichen sich allerdings auch bei der Heimmannschaft der ein oder andere Flüchtigkeitsfehler ein und eine drohende Niederlage konnte durch unsere flinken Außenspieler Peter Lattek und Norman Hickisch abgewehrt werden.

So waren alle beteiligten der Eintracht am Ende froh, als nach 60 gespielten Minuten endlich der erlösende Schlusspfiff kam und es nach einer zähen und harten Partie 28:24 für die Eintracht Baunatal stand. Bis dato die schwerste Partie um zwei Punkte der Eintracht um Spielertrainer Robin Führer.

In der kommenden Woche trifft die 4. Männermannschaft der Eintracht Baunatal zu Hause auf die HSG Fuldatal/Wolfsanger IV.

Anwurf ist bereits um 15:00 Uhr in der Erich-Kästner-Schulsporthalle.

 

Es spielten:

Im Tor: Benjamin Reinhard, Constantin Paar

Im Feld: Tjark Hoffmann (7), Janis Umbach, Robin Führer (1), Thorsten Führer (2), Norman Hickisch (5), Dennis Schwietzke (3), Benjamin Dolle (2), Peter Lattek (4), Bodo Krug (1), Stefan Reith (2), Christoph Thies, Arnd Mumberg (1)