19:18 (9:10) beim TV Külte – unsere Jungs waren nah dran und müssen sich am Ende doch geschlagen geben. Wie schon im vergangenen Spiel fehlte unserer MJD2 am Ende das Quäntchen Glück. Diesmal war der Spielverlauf allerdings ein anderer: Nicht wir liefen hinterher, sondern der Gastgeber musste sich über weite Strecken an unseren Jungs orientieren.
Die Mannschaft ist inzwischen voll und ganz in der D-Jugend angekommen. Spielerisch, technisch, im Zusammenspiel und vor allem mit ihrem Willen begegneten unsere Jungs den körperlich überlegenen Gastgebern auf Augenhöhe – in vielen Phasen waren sie ihnen sogar klar überlegen. Mit Tempo, guten Kombinationen und mutigen Aktionen erspielten sie sich Vorteile und gingen verdient mit einer Führung in die Schlussphase. Bis in die letzten Minuten hinein hatten wir das Spiel im Griff und lagen zwischenzeitlich mit zwei Toren vorne.
Doch dann stellte der TV Külte seine Abwehr um und agierte deutlich defensiver. Dazu kam eine zunehmend harte und körperbetonte Gangart. Plötzlich fanden unsere Jungs nicht mehr zu ihrem bisherigen Spiel. Statt weiter gemeinsam Lösungen zu suchen, wollten sie das Tor erzwingen. Einzelaktionen nahmen zu, die Laufwege wurden enger und immer wieder liefen wir uns in der gegnerischen Abwehr fest. Genau damit spielten wir dem Gastgeber in die Karten.
Aus einer 16:18-Führung wurde so innerhalb weniger Minuten ein 19:18. Wir erzielten kein weiteres Tor und mussten mit ansehen, wie uns der bereits greifbare Sieg noch aus den Händen glitt.
Natürlich ist es bitter, ein solches Spiel zu verlieren. Die Enttäuschung war bei den Jungs unmittelbar nach dem Schlusspfiff groß, die Emotionen waren deutlich spürbar. Schließlich hatten sie über weite Strecken gezeigt, dass sie dieses Spiel gewinnen können.
Doch gerade aus dieser Niederlage können wir enorm viel mitnehmen. Im Training haben wir es immer wieder angesprochen: Wir müssen zusammenspielen, die Breite des Spielfelds nutzen, Tiefe anbieten und die gegnerische Abwehr dadurch in Bewegung bringen. So entstehen Räume und Möglichkeiten, die sich mit Einzelaktionen kaum erzwingen lassen.
Diesmal haben die Jungs genau diese Situation im echten Spiel erlebt. Als Külte defensiver wurde, fehlten uns zuletzt die Geduld und das Vertrauen in unser Zusammenspiel. Wir wollten mit dem Kopf durch die Wand, anstatt an unserem Spiel festzuhalten. Das ist kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen – sondern eine Erfahrung, aus der wir lernen können.
Manchmal ist eine solche praktische Erfahrung wertvoller als jede Erklärung im Training. Nach ein wenig Abstand und der gemeinsamen Aufarbeitung werden die Jungs erkennen, was in dieser entscheidenden Phase gefehlt hat und wie sie es beim nächsten Mal besser machen können.
Denn eines hat dieses Spiel eindrucksvoll gezeigt: Unsere mJD2 kann mit ihrem Tempo, ihrer Technik, ihrem Zusammenspiel und ihrem Willen auch gegen körperlich stärkere Gegner das Spiel bestimmen. Jetzt gilt es, diese Stärken auch dann konsequent auszuspielen, wenn der Gegner seine Taktik verändert und es eng wird.
Der Sieg war zum Greifen nah. Die Enttäuschung ist groß – aber der Lerngewinn ist Gold wert. Wir nehmen diese Erfahrung mit und machen den nächsten Schritt!
Es spielten: Till Eckhardt, Marten Bachmann, Pepe Kapischke, Henry Schneider, Thore Lessing, Vincent Lattemann, Finn Kauffeld, Henrik Katzenmeyer, Jonas Hollstein, Mattis Krusemark, Vincent Eschweiler, Kurt Geiselsöder, Maxim Miller & Matheo Gorzel