Männer 1: „Wir verwerfen einfach zu viel“

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HANDBALL – Drittligist Eintracht Baunatal chancenlos gegen Hildesheim

VON CLAUDIA STEHR

Baunatal – Dass Eintracht Hildesheim nicht der Gegner sein würde, bei dem man den ersten doppelten Punktgewinn der Saison einfahren konnte, ahnten die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal schon vor der Partie. Dass am Ende allerdings ein 21:38 (15:21) und damit eine Niederlage mit 17 Treffern Differenz auf der Anzeigentafel stand, war allen, die es mit dem GSV halten, doch zu deutlich.

„Wir verwerfen einfach zu viel, vor allem die freien Chancen, die wir auslassen, tun uns richtig weh“, sagte Eintracht-Trainer Max Pregler, „wenn wir die verwerten, verlieren wir vielleicht mit zehn Treffern.“ Doch in der zweiten Halbzeit leistete sich Baunatal deutlich zu viele Fehler. Fehlpässe wechselten sich mit ungenauen Würfen ab. Zudem wuchs der nach 30 Minuten eingewechselte Jan Wesemann im Tor der Hildesheimer über sich hinaus, parierte freie Würfe von Außen, einen Siebenmeter und Tempogegenstöße. Am Ende hatte er sieben Paraden bei nur sechs Gegentreffern in seiner Statistik stehen und wurde von den rund 30 mitgereisten Fans der Niedersachsen mit Sprechchören gefeiert. „Für uns war es das dritte Spiel in acht Tagen, die Kräfte sind mehr und mehr geschwunden“, erklärte Pregler das Geschehen. Zudem musste er noch auf einen seiner wenigen erfahrenen Spieler verzichten. Linkshänder Kevin Trogisch hatte sich nach dem Derby gegen die Melsunger-Reserve am vergangenen Donnerstag krankgemeldet.

„Mattis Kleine löst das im rechten Rückraum zwar nicht fehlerfrei, aber dennoch gut“, lobte Coach den erst 19-jährigen Kleine, der die Position von Trogisch einnahm. Auch wenn sein Team in der Saison weiter auf den ersten Sieg wartet, sah der Pregler eine weitere Steigerung im Spiel: „Unsere schlechten Phasen werden kürzer.“ So wie in der ersten Halbzeit, als die Eintracht den ambitionierten Gästen durchaus Paroli bot. Zwar mussten die die Baunateler jeden Treffer gegen die stabile 6:0-Deckung der Niedersachsen hart erarbeiten, doch beim 10:9 nach 15 Minuten lag die Eintracht sogar in Führung.

Und obwohl sich Moritz Goldmann im GSV-Tor nach etws 20 Minuten gut einfügte und sogar einen Kopftreffer wegsteckte, zog der Favorit gegen Ende der ersten Halbzeit Tor um Tor davon.

„Wir machen noch zu viele individuelle Fehler und auch in der Abwehr haben wir noch Steigerungsbedarf“, analysierte Pregler, dessen Team es den Gästen gerade im zweiten Spielabschnitt oft zu leicht machte.

Zudem agierte Hildesheim in der Deckung nun immer offensiver, kam so zu Ballgewinnen und nutzte diese zu Toren per Tempogegenstoß. Am Ende stand eine erwartete Niederlage für die Baunataler, die aber nicht nur aus Sicht des Trainers zu deutlich ausfiel.

Baunatal: Wolf (1.-22., 2 Paraden/15 Gegentore), Breitschwerdt (52.-60, 2/4), Goldmann (22-52., 7/19) – Helbing, Dobiczikowski 2, Schwöbel 3, Kurtz, Backhaus, Kleine, Kleinschmidt 4, Meyners, Kiekel, Bieber 5/1, Reinhardt 4, Hellemann 3

Hildesheim: Wesemann (30.-60. 7/6), Krka (1.-30, 6/15) – Möller 3, Hopfmann 1, Müller1, Wäger4, Gruska 3, Tonar 3, Hanemann 4, Quedenbaum 3, Jonas 3, v. Hermani 8/4, Schade 1, Ehlers, Billepp 4.

SR: Czommer/Müller – Zuschauer: 200

Siebenmeter:1/2:4/4

Strafminuten: 4/8

Spielverlauf: 1:3 (4.), 5:5 (9.), 7:9 (12.), 10:9 (15.), 10:12 (18.), 11:14 (21.), 13:18 (28.) 15:21 (30.).16:23 (36.), 17:27 (39.), 19:30 (45.), 20:34 (51.), 21:38 (59.)

Quelle HNA 07.10.2024

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